Also diese Mobilmachung, die hat jetzt begonnen. Klammheimlich ist die beste Armee der Welt angetreten, um dem Feind unerschrocken in die Augen zu blicken. Nein, nicht im fernen Somalia wird das Vaterland verteidigt. Unser Armeeminister maurert ja mit Erfolg gegen den ersten Schweizer Antipiraten-Einsatz seit Dominik Dachs. Zurecht, wie ich leider sagen muss. Denn es ist alles noch viel schlimmer als ein paar Piraten an irgend so einem Horn sein können: Der Feind ist nämlich schon da. Bei uns. In der Schweiz. Zu Tausenden haben sich die gegnerischen Truppen in unseren schönen Wäldern eingenistet, ausgerüstet mit raffinierten kriegerischen Stechapparaten. Da unsere weltbeste Armee der Humanität verpflichtet ist, bringt sie die blutrünstigen Invasoren nicht etwa um. Nein, unsere Soldaten scheuen kein Risiko und sammeln die einzelnen Individuen unter höchsten Gefahren ein. 80‘000 Stück dieses Aggressoren-Volkes wollen Ueli Maurers Mannen gefangen nehmen, auf dass der Feind danach in wissenschaftlichen Labors genüsslich seziert werden kann. Also wenn ich schwer vermittelbare arbeitslose Frau so über diese Zecken-Mission unserer Armee nachdenke, dann werde ich leicht neidisch. Im Frühling mit einem feinen Picknick im Rucksack und einem Liedchen auf den Lippen durch die Wälder streifen und dafür noch Geld erhalten – das ist doch wesentlich angenehmer als zusammen mit arroganten Bankern an RAV-Kursen teilzunehmen.